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Grundschulklasse besucht Imkerin Kathrin Grossmann


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Im naturnahen Garten von Imkerin Kathrin Grossmann aus Weiskirchen waren im April dieses Jahres die zweiten Schuljahre der Grundschule Weiskirchen zu Gast. Nachdem die kleinen Besucher alle imkerlichen Geräte gebührend bestaunt hatten und ihnen fachkundig der Aufbau eines Bienenhauses (der Bienenbeute) erklärt worden war, durften die Kinder sich in schmucken Imkerjacken inclusive Gesichtsschleier ganz nah an die fleißigen Honig-Sammlerinnen wagen. Ganz überrascht von der Friedfertigkeit der Bienen trauten sich sogar einige Zweitklässler, eine Hand direkt vor den Eingang des Bienenstocks zu platzieren, so dass die „Brummer“ friedlich darüber krabbeln konnten.
Nach diesem Erfolgserlebnis betraten die Kinder dann gruppenweise das restaurierte Bienenhaus aus dem Anfang der 50-er Jahre, wo Kathrin Grossmann einige Waben mit ihren sechsbeinigen Bewohnern herausnahm. Ausrufe der Kinder wie „da schlüpft gerade ein Babybienchen...!“, oder „das ist aber ein dicker Brummer...“ wurden von der Imkerin direkt kindgerecht erläutert. Nach diesen ebenso fachkundigen wie interessanten Informationen über die Vorgänge in einem Bienenvolk mit seinen Tausenden von „Bürgern“ genossen die Kinder erstaunt den guten Geruch nach Honig und Wachs, der aus den Bienenstöcken strömte.
„In früheren Zeiten haben die Menschen auch diese gesunde Bienenluft genutzt, der man noch heute heilende Wirkung auf Lungenkrankheiten nachsagt.“, so Kathrin Großmann. Deshalb gebe es inzwischen wieder ein wachsendes Interesse an solcher Nutzung der Bienenluft, der Fachbegriff ist die Apitherapie.
Mit großem Interesse habe auch ich den aufschlussreichen Erläuterungen von Frau Großmann zugehört und so neues über die Apitherapie erfahren. Zugleich konnte ich ihr eigens restauriertes historisches Bienenhaus bewundern. Für mich werden die Bienen in Zukunft auch in Weiskirchen eine wichtige Rolle spielen. Vielversprechende Gespräche u. a. über ein Bienenhaus im Wild- und Wanderpark der Gemeinde Weiskirchen in Rappweiler-Zwalbach liefen bereits in Zusammenarbeit mit der Hochwald-Touristik Weiskirchen.
In Zukunft werde ich vermehrt mein Augenmerk auch auf die Anlegung von Blumenwiesen in unserer Gemeinde richten. Denn diese bieten mit ihrer Artenvielfalt zahlreichen Kleintieren und Insekten wie Schmetterlingen, Fliegen, aber auch vor allem Wildbienen und Hummeln einen Lebensraum und sehen gleichzeitig schön aus.
Beim ersten offiziellen Besuch der Schülerinnen und Schüler der Grundschule ließ ich es mir nicht nehmen, persönlich dabei zu sein.
Ich freue mich, dass ich Frau Großmann mit der Anschaffung von fünf Imkerjacken, speziell für Kinder bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützen kann, damit auch weiterhin möglichst viele Kinder aus der Hochwaldgemeinde und darüber hinaus an die Geheimnisse eines der interessantesten Lebewesen herangeführt werden können.

Wolfgang Hübschen, Bürgermeister