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Pflanzaktion „Vergiss-Mein-Nicht“ im Rahmen der Sensibilisierungskampagne „Demenz geht uns alle an“!

Gemeinde Weiskirchen setzt ein Zeichen gegen das Vergessen und für mehr Verständnis und Toleranz

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

durch bessere Lebensumstände und medizinischer Versorgung hat sich unsere Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren nahezu verdoppelt.

Dabei ist es normal, dass mit zunehmendem Alter die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers langsam abnimmt. Leistungsstörungen des Gehirns (Demenzen), die über eine allgemeine Gedächtnisstörung hinausgehen, sind jedoch entgegen weit verbreiteter Auffassung keine natürliche Begleiterscheinung des Alters. Vielmehr können sie erste Anzeichen ernsthafter Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit sein

Im Saarland leben derzeit bis zu 25.000 Menschen mit Demenz, die Tendenz hierbei ist steigend. Etwa 80 % der Kranken werden in ihren Familien versorgt. Demenz macht Angst, den Angehörigen und vor allem den Betroffenen, wenn sie sich irgendwann im Tal des Vergessens wiederfinden.  Die pflegenden Angehörigen sind mit der Betreuung von Menschen, die unter einer Demenz leiden und psychisch verändert sind, vor eine besonders schwierige Aufgabe gestellt. Die es zu bewältigen gilt.

Auf einer Fläche von 12 m² wurden im einem Beet unterhalb des Marktplatzes (Einfahrt zum „Place Bourbonne les Bains“) im Ortsteil Weiskirchen Vergissmeinnicht gepflanzt. Diese wurden gesponsert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Frauen, welche die Kampagne „Demenz geht uns alle an!“ ins Leben gerufen hat.

Kaum eine Blume trägt ihre symbolische Bedeutung schon in ihrem Namen so offensichtlich mit sich, wie das Vergissmeinnicht. Das Vergissmeinnicht steht für die Erinnerung und dies ist auch das Ziel der Kampagne.

Ich freue mich über die zarten blaublühenden Pflanzen in unserem Beet. Setzt die Gemeinde Weiskirchen somit ein Zeichen gegen das Vergessen und für mehr Verständnis und Toleranz den Erkrankten und Pflegenden gegenüber.

Demenz kann jeden treffen, Sie oder auch mich!


Wolfgang Hübschen
Bürgermeister