Rappweiler- Zwalbach

Ortsteil Rappweiler-Zwalbach

Der Ortsteil Rappweiler-Zwalbach liegt auf einer Höhe von 400 m NN.

Das Dorf ist aus einer Kurtrierischen Siedlung hervorgegangen. Es hat den Namen nicht von einem Rittergeschlecht, sondern das Rittergeschlecht - bis dahin ohne Namen - nahm den Dorfnamen „Rappwilre“ an. Das Rittergeschlecht saß auf der Burg von Rappweiler, die vor 1350 zerstört wurde, und entstammt dem niedrigen Adel, den sogenannten Ministerialen. Die Ritter von Rappweiler führten ein blaues Wappen mit einem gekrönten, aufrechtstehenden, silbernen Löwen. Schräg über dem Löwen liegt eine rote Barre (Streifen). Als Kunstdenkmal ist die Buchheimer Kapelle (Rest der ehemaligen Kirche aus dem 15.J ahrhundert) erhalten.

An der Stelle des heutigen Buchheimer Kapellchens stand im 15. Jahrhundert die Kirche des Ortes Buchheim. Sie war die einzige in der Umgebung, und die Gläubigen mussten zum Teil weite Wege zurücklegen, um hier ihre Christenpflicht zu erfüllen. Um die Kirche lag der Friedhof.

Die Häuser Buchheims waren zierlich und klein, wie damals üblich meist aus Holz und Lehm gebaut und ihre Dächer mit Stroh bedeckt. Da der größte Teil des Bannes noch Wald war, reichten die Erträge des Ackerbaus nicht. Der Markusborn - diesen Namen trägt noch heute ein Flur - lag in der Ortsnähe und spendete Trinkwasser. Im 30-jährigen Krieg wurde Buchheim von den Schweden geplündert und verbrannt. Obwohl die Bewohner in die Wälder geflüchtet waren, wurden sie aufgespürt und erbarmungslos getötet. Der Ort Buchheim wurde vernichtet und ist nicht mehr aufgebaut worden. Übrig blieb nur ein Teil der damaligen Kirche. Dieses restliche Teilstück wurde später zu dem jetzigen Kapellchen ausgebaut. Generationenlang umgab eine wuchtige Dornenhecke das Kapellchen.
In den Jahren 1935-36 wurde die Hecke entfernt und das Kapellchen renoviert. Alljährlich am Markustag führt die Prozession von der Pfarrkirche Rappweiler über das versunkene Dorf zur einstigen Buchheimer Kirche, wo der heilige Markus verehrt wird.

Beschreibung des Wappens

Im blauen Schild ein rotgezungter, rotbewehrter silberner Löwe, belegt mit einer roten Schrägrechtsleiste.“


Begründung

Es handelt sich um das Wappen des im 14. Jahrhundert ausgestorbenen und nach dem Ort Rappweiler benannten Rittergeschlecht.